Die reguläre Neugründung einer RT- bzw. FORT- oder MRT-Gruppe findet im Rahmen von zwei sog. "Startwochenenden" (jeweils Freitag bis Sonntag) statt. Die beiden Startwochenenden umfassen insgesamt ca. zehn Sitzungen à drei bis vier Stunden und werden von zwei bis drei RT-erfahrenen "StarterInnen" angeleitet. Dabei wird der neuen Gruppe das notwendige Know-how vermittelt, so dass diese schließlich in der Lage ist, eigenständig mit dem RT-Konzept weiter zu arbeiten. Bereits nach dem ersten Startwochenende führt die neue Gruppe ohne externe Anleitung regelmäßige Sitzungen durch, bevor etwa zwei Monate später das zweite Startwochenende mit vertiefenden Inhalten stattfindet.

Auf diese Weise wird die Radikale Therapie in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre in Theorie und Praxis persönlich weitergegeben. Dies erfolgt grundsätzlich kostenlos bzw. gegen Erstattung der anfallenden Unkosten. Üblicherweise schließen die Gruppenmitglieder einer neuen Gruppe beim zweiten Startwochenende einen Kontrakt zur regelmäßigen Teilnahme über ein Jahr hinweg.